Tipps · Stundenziele
Stundenziele, die tragen
Thema, Stundenziel und Teilziele aus ersten Entwürfen – je eins pro Fach. Was lässt sich schärfen? Überleg zuerst selbst, dann deckst du die Weiterentwicklung auf.
Woran man ein tragfähiges Stundenziel erkennt
- Aus Sicht der Kinder: „Die Kinder …“ – was sie am Ende der Stunde können, nicht was die Lehrkraft macht. Auch nicht „Die Kinder sollen …“: Das ist ein Wunsch, kein Ergebnis.
- Beobachtbar: Ein Verb, das man sieht oder hört: zeigen, legen, ordnen, markieren, singen, erklären, begründen – nicht kennenlernen, verstehen, erfahren.
- Bezug zur Kompetenz: Das Ziel ist ein Schritt zu einer Kompetenz der Einheit (am besten ★) und greift ihre Formulierung aus der Kompetenzliste auf.
- Worauf es ankommt: Nicht nur der Gegenstand, sondern der Aspekt: „mit Textstellen“, „als gleich große Reihen“, „mit Handzeichen“. Beim Musizieren ein hörbares Kriterium („zweistimmig“, „im Grundschlag“).
- Der Weg: „…, indem sie …“ zeigt, wie die Kinder zum Ziel kommen.
- Ein Schwerpunkt: Ein Stundenziel, passend zur Funktion der Stunde in der Einheit. Die Teilziele sind Schritte dorthin – gern aus verschiedenen Bereichen der Kompetenzliste (in Mathematik: prozess- und inhaltsbezogen).
- Ein Lernprodukt: Am Ende sieht oder hört man, ob das Ziel erreicht ist: ein markierter Text, eine Exit-Karte, ein Vorsingen.
- Für Kinder gesagt: Das Ziel lässt sich in einem kurzen Satz für die Zielklärung sagen: „Heute …“.
ORS 2017: Ziele werden formuliert, sind anspruchsvoll und werden verständlich offengelegt (Klarheit und Strukturierung); Unterricht wird auf längerfristigen Kompetenzaufbau hin geplant (Kontinuierlicher Kompetenzerwerb). GSchO 2024: Bildungsstandards und Rahmenpläne legen Ziele und Kompetenzen fest (§ 32).
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Konstruierte Beispiele aus den Beispieleinheiten dieser Seite: erste Entwürfe, wie sie am Anfang entstehen, und ihre Weiterentwicklung. Die Namen der Kinder sind erfunden. Die Idee stammt von fachseminarmusik.de (Sebastian Dorok), für die Grundschule neu geschrieben.